Pyryttää, Tuiskuaa, Schnee?

Der sonst so schneesichere finnische Winter hat sich in den letzten Wochen und Monaten eher von seiner warmen Seite gezeigt. Frühlingshafte Plustemperaturen und nur ab und zu ein Schneeflöckchen – welches sich natürlich nicht lange auf dem warmen Boden hielt. In diesem Jahr gehörte bisher das Bild von tief verschneiten Landschaften leider nur zum nordfinnischen Alltag. Helsinki blieb von solchen Aussichten verschont.

Nun hat es aber doch kräftig geschneit. Die vergangene Nacht hat dem Hauptstadtgebiet um Helsinki etwa 20 cm der weißen Pracht gebracht und mit dem Schneefall kommt auch die Hoffnung, dass diesmal die weißen Landschaften etwas länger erhalten bleiben.

Denn Schnee ist in Finnland eigentlich fester Bestandteil der Wintermonate und bedeckt große Teile des Landes für fast vier Monate des Jahres. Im Norden beginnen die schneereichen Monate etwa Anfang-Mitte November und enden erst im Mai. Der Süden galt bisher (von diesem ungewöhnlich frühlingshaften Winter mal abgesehen) zwischen Mitte Dezember und Anfang April als “schneesicher”.

Dass bei den Eskimos und Samen 100 Wörter für Schnee existieren ist zwar ein Mythos (wie das Institut für allgemeine und angewandte Sprachwissenschaft in seinem Blog feststellt), dennoch kennen die Finnen eine ganze Reihe verschiedener Begriffe für Schnee: so beschreibt “pyryttää” starken, wirbelnden Schneefall; “tuiskuaa” den herumwirbelnden Schnee und “tupruttaa” Schneeböen.

Ein Kommentar zu “Pyryttää, Tuiskuaa, Schnee?”

  1. Sebastian

    Nachtrag: Mittwoch, den 06. Februar 2008 um 14:22 Uhr – also gerade mal zwei Tage nach diesem euphorischen Blogeintrag verrät der Blick aus dem Fenster, dass der Winter nun doch nicht soo lange gehalten hat :-( Bei +4 Grad sind nur noch spärliche Schneereste übrig … aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

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